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Sonntag, 17. Oktober 2010

Wacholderhain Haselünne bei Sonnenaufgang - Sunrise at the juniper grove near Haselünne


Die Sonne geht über dem Wacholderhain nahe Haselünne im Emsland auf. Jahrhundertelang war dieses Gebiet Allmende - die Gemeindeweide von Haselünne, und so haben grasende Rinder diese Landschaft geprägt. Die stachligen, lichthungrigen Wacholderbüsche und -bäume wurden von den Kühen verschont, ihre schneller wachsende Konkurrenz reduziert. Zwischen Wiesen und Altwasserarmen der Hase breiten sich die Dickichte des Wacholder aus, dazwischen Kiefern und große Eichen. Heute ist das gesamte Gebiet geschützt und wird von freilaufenden Tarpanpferden und Hochlandrindern vor dem Zuwuchern freigehalten. Leider wird der Frieden dieser einzigartigen Lanschaft durch intensiven Verkehr nahegelegener Bundesstraßen empfindlich gestört.

The sun rises over the pastoral landscape of the juniper grove near Haselünne, northern Germany. For centuries, grazing cattle on common land have formed this landscape. The prickly, sun loving but slow growing juniper trees were spared by the cattle, their faster growing competitiors reduced. Thickets of juniper trees and bushes, some pines and large oaks are spread among meadows and the back waters of the Hase river. Today the whole area is protected, with Highland cattle and Tarpan horses roaming free. Unfortunately, nearby motorways with heavy traffic are severely impairing the peace of this unique landscape.

Composite of two bracketed exposures.

Montag, 22. März 2010

La Graciosa - die achte Kanareninsel

Gelbliches, karges Land, ein Dörfchen mit weißen Häusern und langen Hafenmauern, links ein Berg, in der Mitte ein dunkler Vulkankegel, rechts nochmals zwei Vulkankrater: so kennen die meisten Lanzarote-Urlauber die Insel La Graciosa. Vom Mirador del Río aus, dem von César Manrique entworfenen Aussichtsrestaurant hoch oben auf den Felsen der Nordspitze Lanzarotes, bestaunen sie den fantastischen Blick auf die Inseln des Chinijo-Archipels, schießen einige Fotos und setzten dann ihre Rundreise weiter fort.

Nur wenige Individualtouristen oder Tagesausflügler besuchen das etwa 27 km² große Inselchen tatsächlich. Sie entdecken eine Welt der Stille: einen kleiner Fischerort, eine karge Landschaft und einige wunderschöne Strände. Die Einsamkeitsgarantie für die Insel wird wohl auch bleiben: seit 1986 stehen die Inseln La Graciosa, Alegranza, Montaña Clara, Roque del Oeste und Roque del Este unter Naturschutz.


Caleta del Sebo ist ein Ort schlichter weißer Häuser, mit kleinen Gäßchen und sandbedeckten Straßen. Von Möwenschreien akzentuierte Stille, gelegentlich tuckernde Motoren, wenn eines der Boote zum Fang ausläuft, die Geräusche von Wind und Brandung - viel mehr gibt es nicht.

Die etwa 550 Gracioseros leben vom Fischfang: mit den kleineren Boote wird im Río, der strömungsreichen Wasserarm zwischen Graciosa und Lanzarote und an den kleinen Inseln gefischt, die Flotte der Fischereigenossenschaft läuft zu den reichen Fanggründen vor den Küsten Afrikas aus.

Nirgendwo wird die enge Beziehung dieser Menschen zum Meer sichtbarer als in der schlichten Kirche der Insel. Christus und die Virgen del Mar stehen auf einem Boot, über dem Netze gespannt sind, der Altar ruht auf einem Anker, als Kerzenständer dienen geschnitzte Fische, die Kanzel besteht aus einem Steuerrad. Ein Schildkrötenpanzer, der auf einer Reuse steht, ist das Taufbecken für die Inselkinder.

Zwischen den Vulkankegeln der Inselmitte liegen einige wenige Felder. Wind, Sonne, Steine und Sand sind die Komponenten der trockenen Landschaft. Wenige, anspruchslose Büsche und eine Unmenge kleiner Schneckenhäuser bedecken den Boden. Nach fast anderthalb Stunden Fußmarsch erreicht man den schönsten Strand der Insel. Goldgelber Sand, von schwarzen Lavafelsen eingerahmt, vom roten Vulkankegel der Montaña Bermeja überragt, gegenüber der kahlen Felsen der Insel Montaña Clara - das ist die Playa de las Conchas am Nordwestende Graciosas. Den mächtigen, türkisgrünen Atlantikwellen, die sich an diesem einsamen Strand brechen, sollte allerdings mit Respekt begegnet werden. Sicherer badet man an den Stränden der Südostküste.

Friends walking - 
Copyright by Martin Liebermann
Abendspaziergang : zeitspuren

Fernab der Zivilisation ist das Leben der Gracioseros aber nicht. Große Antennen auf den Dächern sorgen für die Funkkontakte mit den Fischerbooten, mehrere Fähren täglich verbinden die Insel mit Lanzarote. Die Erweiterung des Hafens und ein großes Kühlhaus für den Fisch sind 1991 eingeweiht worden; Wasserleitungen und Strom vom "Festland" Lanzarote versorgen die Insel, für Notfälle gibt es einen Hubschrauberlandeplatz.

Abends, wenn die Felsen der Famara-Steilküste im späten Licht der Sonne leuchten, wird die sonst so stille Insel lebendig. Man trifft sich zum Plausch oder zum Bocciaspiel im Hafen, später dann wird in der Bar "El Marinero" - wie sollte sie sonst heißen - auf den hoffentlich guten Fang angestoßen. Und jeden Samstagabend ist Inseldisco.

Freitag, 19. März 2010

The "Gaden" on Christiansø island - former soldier quarter.

The tiny archipelago of the Christiansø islands - also known as Ertholmene - is the eastenrmost part of Denmark. The islands, close to Bornholm, were once an important naval fortification.

Today, less than 100 people live in the old military buildings, most of them in the former soldier quarters, called Gaden.

View the whole set on flickr: http://www.flickr.com/photos/liebermann/sets/72157623521928095/

Sky reflections on a rocky beach, Bornholm

A colourful evening sky reflects in a pool on a rocky shore. Granite cliffs and rocks form a spectacular landscape near the Helligdomsklipperne on the eastern shore of Bornholm island.

More images in this set: http://www.flickr.com/photos/liebermann/sets/72157623456998872/

Donnerstag, 18. März 2010

Gran Canaria: Roque Bentayga - A petrified storm - Cumbres de Gran Canaria

Miguel de Unamuno called this landscape in the center of Gran Canary island "a tremendous upheaval of the entrails of the earth; it all seems like a petrified storm, but a storm of fire, of lava, rather than of water.". An eroded volcanic slot forms the unique silhouette of Roque Bentayga, a sacred site to the Guanche people of Gran Canaria.

Palermo, "Four corners" / Quattro canti

"Quattro canti", meaning "Four Corners", once was the center of Palermo. Now it is thick with traffic. The facades of the houses are rounded - this is not distortion by a fisheye lens, just a rectilinear wideangle (15 mm)!